Das Leddarprinzip ist eine eigens entwickelte Technologie der LeddarTech® auf Basis des LiDAR-Prinzips (light detection and ranging), zur Detektion von Objekten, Menschen und Flüssigkeiten. Die grundlegende Arbeitsweise ist gleich dem Radar-Prinzip.

Die Hauptfunktion von LiDAR-Sensoren besteht darin im Sichfeld den Abstand zwischen sich und Objekten zu messen. Hierfür wird die Zeit berechnet, die ein Lichtimpuls benötigt, um die Stecke vom Sensor bis zum Objekt und zurückzulegen. Zur Ermittlung der Laufzeit wird die Lichtgeschwindigkeitskonstante als Grundlage herangezogen. Die Qualität von Lidarsensoren entscheidet sich in der Auswertung und Qualität des Empfangssignals, je präziserer das Empfangssignal ermittelt und verarbeitet werden kann, desto kleiner Objekte können sicher detektiert werden. 

Es gibt zwei Arten von LiDAR Systemen. Zum einen mechanischen LiDAR Scanning-Systeme, diese haben den Vorteil einen Blickwinkel bis 360° abdecken zu können - durch den mechanischen Aufbau sind diese Geräte sehr groß, kostenintensiv und nicht verschleißfrei. Zum anderen Festkörper-LiDARs (Solid-State-LiDAR oder Flash LiDAR) diese verfügen über ein eingeschränktes Sichtfeld (bis 120°), kommen daher ohne mechanische Komponenten aus – sind somit Wartungsfrei, verfügen über geringe Abmessungen und sind deutlich kostengünstiger in der Anschaffung. 

Leddartech hat sich für die Entwicklung von Festkörper/Flash-LiDAR`s entschieden. Hierfür wurde die eigene LaddarCore Chipfamilie entwickelt. Diese Chips verwenden patentierte Signalerfassungstechniken und Signalverarbeitungstechniken, um ein saubereres Empfangssignal zu erzeugen. Dies ermöglicht niedrigere Detektionsschwellenwerte für eine deutlich erhöhte Reichweite und Empfindlichkeit gegenüber anderen Festkörper-LiDAR-Methoden